Klassische Kohlrouladen – Herzhaft, würzig und einfach gemacht

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Kohlrouladen sind ein echter Klassiker der deutschen Küche, der nie aus der Mode kommt. Die zarten Kohlblätter, gefüllt mit würziger Hackfleischmasse und geschmort in aromatischer Tomatensoße, sind pure Soulfood-Perfektion. Viele scheuen sich vor diesem Rezept, weil sie denken, es sei kompliziert.

Dabei ist es überraschend einfach und mit der richtigen Technik in 30 Minuten vorbereitet. Die fertigen Rouladen schmoren dann gemütlich im Ofen oder Topf, während du dich um die Beilagen kümmern kannst. Ein perfektes Gericht für entspannte Familienessen oder wenn du Gäste beeindrucken möchtest.

Nährwerte

Pro 100 g:

  • Kalorien: 145 kcal
  • Eiweiß: 12 g
  • Kohlenhydrate: 6 g
  • Fett: 8 g

Zutaten

Für 4 Portionen (8 Rouladen):

  • 1 Kopf Weißkohl (ca. 1 kg)
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 80 g gekochter Reis (oder 40 g roher Reis)
  • 1 Ei
  • 400 ml passierte Tomaten
  • 200 ml Brühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • Optional: frische Petersilie

Schritt-für-Schritt Anleitung

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1. Kohlblätter vorbereiten

Entferne die äußeren, beschädigten Blätter vom Kohl. Schneide am Strunk einen tiefen Keil heraus, damit sich die Blätter leichter lösen lassen.

Bringe einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Lege den ganzen Kohlkopf hinein und lass ihn 5-7 Minuten köcheln, bis sich die äußeren Blätter weich anfühlen und sich leicht ablösen lassen.

Nimm die weichen Blätter vorsichtig ab und lege sie zum Abtropfen beiseite. Du brauchst 8 schöne, große Blätter. Schneide die dicken Strunkansätze flach ab, damit sich die Blätter besser rollen lassen.

2. Füllung zubereiten

Vermische in einer Schüssel das Hackfleisch mit dem gekochten Reis, der gewürfelten Zwiebel und dem gepressten Knoblauch. Das Ei bindet die Masse zusammen und sorgt dafür, dass die Füllung nicht auseinanderfällt.

Würze großzügig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Die Füllung sollte gut gewürzt sein, da der Kohl selbst relativ neutral schmeckt.

Knete alles gut durch, bis eine homogene Masse entsteht. Ein kleiner Tipp: Forme eine Mini-Frikadelle und brate sie kurz an, um die Würzung zu testen.

3. Rouladen füllen und rollen

Lege ein Kohlblatt flach vor dich hin, mit der Innenseite nach oben. Platziere etwa 2-3 Esslöffel Füllung in die Mitte des unteren Drittels.

Klappe zuerst die Seiten über die Füllung, dann rolle das Blatt von unten straff auf. Die Rolle sollte fest sein, aber nicht so straff, dass das Blatt reißt.

Wiederhole diesen Vorgang mit allen Blättern. Wenn du möchtest, kannst du die Rouladen mit Küchengarn fixieren, aber normalerweise halten sie auch so zusammen.

4. Soße anrühren

Vermische in einer Schüssel die passierten Tomaten mit der Brühe und dem Tomatenmark. Schmecke die Soße mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker ab.

Die Soße sollte leicht würzig-säuerlich schmecken. Sie wird während des Garens noch an Geschmack gewinnen, wenn sie mit den Fleischsäften verschmilzt.

5. Kohlrouladen garen

Gib etwas Soße in einen großen Topf oder eine ofenfeste Form. Lege die Rouladen nebeneinander hinein, mit der Verschlussseite nach unten.

Gieße die restliche Soße über die Rouladen. Sie sollten etwa zu zwei Dritteln bedeckt sein.

Lass alles bei mittlerer Hitze auf dem Herd oder bei 180°C im Ofen für etwa 40-50 Minuten schmoren. Gelegentlich mit der Soße übergießen, damit nichts austrocknet.

Tipps für Variationen oder Beilagen

Klassisch passen Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree perfekt zu Kohlrouladen. Die cremigen Kartoffeln nehmen die leckere Soße wunderbar auf.

Für eine Low-Carb-Variante kannst du den Reis in der Füllung weglassen oder durch fein geraspelte Zucchini ersetzen. Das funktioniert erstaunlich gut und macht die Rouladen noch leichter.

Vegetarier können das Hackfleisch durch eine Mischung aus Linsen, Pilzen und Nüssen ersetzen. Auch Quinoa statt Reis ist eine tolle Alternative.

Experimentiere mit den Gewürzen: Kreuzkümmel, Majoran oder etwas Chili geben den Rouladen eine interessante Note. Auch frische Kräuter wie Thymian oder Oregano in der Soße sind fantastisch.

Serviervorschläge

Richte die Kohlrouladen auf vorgewärmten Tellern an und gib reichlich Soße darüber. Ein Klecks Schmand oder Crème fraîche auf den Rouladen rundet das Ganze perfekt ab.

Garniere mit frisch gehackter Petersilie für einen Farbtupfer und frische Note. Das Auge isst schließlich mit, und das satte Grün kontrastiert wunderbar mit der rötlichen Soße.

Serviere dazu knuspriges Bauernbrot, um die köstliche Soße aufzutunken. Auch ein knackiger Gurkensalat mit Dill passt hervorragend und bringt Frische auf den Teller.

Für besondere Anlässe kannst du die Rouladen auch einzeln auf Püree anrichten und die Soße in einem schönen Schwung drumherum drapieren. So wird aus dem rustikalen Klassiker ein Restaurant-würdiges Gericht.

FAQ

1. Kann ich die Kohlrouladen vorbereiten?

Ja, absolut! Du kannst die gefüllten Rouladen bis zu einen Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Gieße die Soße erst kurz vor dem Garen darüber, damit der Kohl nicht aufweicht.

2. Warum werden meine Kohlblätter beim Rollen rissig?

Die Blätter sind entweder noch zu fest oder schon zu weich gekocht. Achte darauf, dass sie biegsam, aber noch stabil sind. Falls ein Blatt reißt, kannst du es mit einem zweiten Blatt ummanteln.

3. Kann ich die Rouladen einfrieren?

Ja, Kohlrouladen eignen sich perfekt zum Einfrieren. Am besten frierst du sie roh ein und taust sie vor dem Garen im Kühlschrank auf. Bereits gegarte Rouladen kannst du ebenfalls einfrieren und später im Ofen wieder aufwärmen.

4. Welche Kohlsorte eignet sich am besten?

Weißkohl ist der Klassiker, aber auch Wirsing funktioniert hervorragend. Wirsing ist zarter und braucht etwas weniger Kochzeit. Spitzkohl ist ebenfalls möglich, allerdings sind die Blätter kleiner, sodass du eventuell mehr Rouladen machen musst.

5. Wie erkenne ich, dass die Rouladen gar sind?

Die Rouladen sind fertig, wenn das Fleisch durchgegart ist und der Kohl butterweich geworden ist. Steche mit einem Messer hinein – es sollte ohne Widerstand gleiten. Die Kerntemperatur des Fleisches sollte mindestens 75°C betragen.

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