Engelsaugen Rezept – Klassische Weihnachtsplätzchen mit Marmelade
Engelsaugen sind die perfekten Weihnachtsplätzchen für alle, die es klassisch mögen. Diese zarten Butterplätzchen mit einer fruchtigen Marmeladenfüllung in der Mitte sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken auch himmlisch gut. Der Name kommt übrigens von der Form: Die goldgelben Kekse mit dem roten oder bunten Marmeladenauge erinnern tatsächlich an kleine Augen.
Mit diesem einfachen Rezept gelingen dir die Engelsaugen garantiert – auch wenn du noch wenig Backerfahrung hast. Das Beste ist, dass du die meisten Zutaten wahrscheinlich schon zu Hause hast. In weniger als 30 Minuten ist der Teig fertig, und dann heißt es nur noch: ab in den Ofen!
Nährwerte
Pro 100 g:
- Kalorien: 485 kcal
- Eiweiß: 6,2 g
- Kohlenhydrate: 58,4 g
- Fett: 24,8 g
Zutaten
Für etwa 40 Stück:
- 250 g Mehl (Type 405)
- 200 g weiche Butter
- 100 g Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
- 150 g Marmelade nach Wahl (am besten Johannisbeer, Himbeer oder Aprikose)
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Schritt-für-Schritt Anleitung

1. Teig vorbereiten
Gib die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel. Verrühre alles mit dem Handrührer etwa 2 Minuten cremig. Die Butter sollte wirklich Raumtemperatur haben, sonst wird der Teig nicht schön geschmeidig.
Füge dann das Ei und die Prise Salz hinzu und verrühre alles nochmal gut. Die Masse sollte jetzt hell und luftig aussehen.
2. Trockene Zutaten unterkneten
Mische das Mehl mit den gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen in einer separaten Schüssel. Gib die trockenen Zutaten zur Butter-Ei-Masse und verknete alles zu einem glatten Teig.
Arbeite nicht zu lange, sonst wird der Teig später zäh. Sobald alle Zutaten gut verbunden sind, wickelst du den Teig in Frischhaltefolie und stellst ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank.
3. Ofen vorheizen und Backblech vorbereiten
Heize deinen Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor. Lege ein Backblech mit Backpapier aus, damit die Plätzchen später nicht ankleben.
Diese Vorbereitungszeit nutzt du am besten, um die Marmelade in eine kleine Schüssel zu füllen. Falls deine Marmelade große Fruchtstücke enthält, rühre sie einmal durch oder püriere sie kurz.
4. Kugeln formen
Nimm den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank und forme mit den Händen kleine Kugeln von etwa 2-3 cm Durchmesser. Die Größe sollte ungefähr der einer Walnuss entsprechen.
Lege die Kugeln mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech. Sie gehen beim Backen noch etwas auseinander, deshalb sollte zwischen den Kugeln etwa 3 cm Platz sein.
5. Mulden eindrücken
Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Drücke mit dem Stiel eines Kochlöffels oder deinem Finger eine tiefe Mulde in jede Kugel. Die Mulde sollte wirklich tief sein, etwa bis zur Hälfte der Kugel, sonst verschwindet sie beim Backen.
Wenn du magst, kannst du die Mulden noch etwas mit dem Finger nacharbeiten, damit sie schön rund werden. Fülle aber noch keine Marmelade ein – das kommt erst nach dem Backen!
6. Backen
Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen und backe die Engelsaugen für etwa 12-15 Minuten. Die Plätzchen sollten an den Rändern leicht golden werden, aber nicht zu dunkel.
Nimm das Blech aus dem Ofen und lass die Plätzchen kurz auf dem Blech abkühlen. Nach etwa 2 Minuten kannst du sie vorsichtig auf ein Kuchengitter legen.
7. Marmelade einfüllen
Warte, bis die Engelsaugen vollständig ausgekühlt sind. Dieser Schritt ist wichtig, sonst wird die Marmelade zu flüssig und läuft über den Rand.
Fülle nun mit einem kleinen Löffel etwas Marmelade in jede Mulde. Nicht zu viel verwenden, sonst quillt sie beim Trocknen über. Ein halber Teelöffel pro Plätzchen reicht völlig aus.
8. Trocknen lassen
Lass die gefüllten Engelsaugen etwa 1-2 Stunden bei Raumtemperatur stehen, damit die Marmelade etwas anziehen kann. Wenn du magst, kannst du sie danach noch leicht mit Puderzucker bestäuben.
Am besten schmecken die Plätzchen übrigens am nächsten Tag, wenn alle Aromen gut durchgezogen sind. Also hab etwas Geduld, bevor du sie verkostest!
Tipps für Variationen oder Beilagen
Du kannst die gemahlenen Mandeln auch durch Haselnüsse ersetzen – das gibt einen intensiveren, nussigeren Geschmack. Für eine schokoladige Variante rühre 2 EL Kakao unter den Teig.
Experimentiere ruhig mit verschiedenen Marmeladensorten! Besonders edel wirken Engelsaugen mit Cassis- oder Brombeermarmelade. Auch Nuss-Nougat-Creme oder Lemon Curd sind leckere Alternativen zur klassischen Marmelade.
Für eine festliche Note kannst du die Plätzchen vor dem Backen in gehackte Mandeln oder Kokosflocken wälzen. Das gibt eine knusprige Außenseite und sieht auch noch toll aus.
Wenn du den Teig etwas würziger magst, füge eine Messerspitze Zimt oder gemahlene Vanille hinzu. Das passt besonders gut in der Weihnachtszeit.
Serviervorschläge
Engelsaugen sind perfekt für den Weihnachtsteller oder die Kaffeetafel. Arrangiere sie auf einer hübschen Platte zusammen mit anderen klassischen Weihnachtsplätzchen wie Vanillekipferln oder Zimtsternen.
Zum Kaffee oder Tee am Nachmittag sind sie ein echter Genuss. Die Kombination aus zartem Buttergebäck und fruchtiger Marmelade harmoniert wunderbar mit einem kräftigen Kaffee oder einem aromatischen Schwarztee.
Als Geschenk aus der Küche machen sich Engelsaugen in einem hübschen Glas oder einer Blechdose besonders gut. Schichte sie zwischen Pergamentpapier, damit sie nicht aneinander kleben.
Du kannst die Plätzchen auch als Dekoration verwenden: An bunten Bändern aufgehängt sehen sie am Weihnachtsbaum bezaubernd aus. Natürlich nur, wenn deine Gäste vorher nicht schon alle vernascht haben!
FAQ
1. Warum läuft die Mulde beim Backen zu?
Die Mulden müssen wirklich tief sein, am besten bis zur Hälfte der Teigkugel. Wenn sie zu flach sind, laufen sie beim Backen tatsächlich zu. Du kannst die Mulden direkt nach dem Backen, wenn die Plätzchen noch heiß sind, mit dem Löffelstiel nochmal nacharbeiten.
2. Kann ich den Teig auch einfrieren?
Ja, der Teig lässt sich prima einfrieren! Wickle ihn gut in Frischhaltefolie ein und friere ihn bis zu 3 Monate. Lass ihn dann im Kühlschrank langsam auftauen, bevor du die Kugeln formst.
3. Wie lange halten sich die Engelsaugen?
In einer gut verschlossenen Blechdose bleiben die Plätzchen etwa 3-4 Wochen frisch. Wichtig ist, dass die Marmelade wirklich komplett ausgekühlt ist, bevor du sie luftdicht verpackst. Sonst können die Plätzchen weich werden.
4. Warum werden meine Engelsaugen zu hart?
Das liegt meist daran, dass der Teig zu lange geknetet wurde oder zu lange im Ofen war. Achte darauf, dass die Butter wirklich weich ist und knete den Teig nur so lange, bis alles verbunden ist.
Die Plätzchen sollten nur leicht goldgelb sein, nicht braun.
5. Kann ich statt Marmelade auch etwas anderes verwenden?
Auf jeden Fall! Nuss-Nougat-Creme, Lemon Curd, Erdnussbutter oder Dulce de Leche sind tolle Alternativen. Du kannst auch geschmolzene Schokolade verwenden – dann solltest du sie aber vor dem Backen einfüllen, nicht danach.
