Klassisches Gulasch – Herzhaft, würzig und einfach unwiderstehlich
Gulasch gehört zu den absoluten Klassikern der herzhaften Küche. Das ursprünglich aus Ungarn stammende Schmorgericht hat längst die Herzen von Genießern auf der ganzen Welt erobert. Was Gulasch so besonders macht? Die Kombination aus zartem Rindfleisch, süßlichem Paprika und einer sämigen Sauce, die nach Gemütlichkeit schmeckt.
Perfekt für kalte Tage, Familienessen oder wenn du einfach mal richtig gutes Soulfood brauchst. Das Beste daran: Du brauchst nur wenige Zutaten und die Zubereitung ist kinderleicht. Den Rest erledigt der Topf fast von alleine. Lass uns loslegen!
Nährwerte
Pro 100 g:
| Nährwert | Menge |
|———-|——-|
| Kalorien | 142 kcal |
| Eiweiß | 15 g |
| Kohlenhydrate | 5 g |
| Fett | 7 g |
Die Nährwerte können je nach verwendetem Fleisch und Fettgehalt leicht variieren.
Zutaten
Für 4 Portionen:
- 600 g Rindergulasch
- 2 große Zwiebeln
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 400 ml Rinderbrühe
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 TL Kümmel (gemahlen)
- 1 Knoblauchzehe
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Schritt-für-Schritt Anleitung

1. Fleisch vorbereiten
Nimm das Rindergulasch aus der Verpackung und tupfe es mit Küchenpapier trocken. Trockenes Fleisch bräunt besser und entwickelt mehr Röstaromen.
Falls die Fleischstücke sehr groß sind, kannst du sie in mundgerechte Würfel schneiden. Etwa 3-4 cm große Stücke sind ideal.
2. Zwiebeln und Knoblauch schneiden
Schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Würfel. Je feiner du schneidest, desto besser lösen sie sich später in der Sauce auf.
Den Knoblauch schälst du ebenfalls und hackst ihn fein. Du kannst ihn auch durch eine Knoblauchpresse drücken.
3. Fleisch scharf anbraten
Erhitze das Öl in einem großen Topf oder Bräter bei hoher Hitze. Gib das Fleisch portionsweise hinein und brate es von allen Seiten kräftig an.
Wichtig: Nicht zu viel Fleisch auf einmal in den Topf geben! Sonst kocht es eher, als dass es brät. Nimm das angebratene Fleisch heraus und stelle es beiseite.
4. Zwiebeln anschwitzen
Reduziere die Hitze auf mittlere Stufe. Gib die Zwiebelwürfel in den Topf und brate sie etwa 5 Minuten an, bis sie glasig werden.
Rühre zwischendurch um, damit nichts anbrennt. Die Zwiebeln dürfen leicht Farbe annehmen – das gibt dem Gulasch mehr Tiefe.
5. Paprika und Tomatenmark hinzufügen
Jetzt kommt der entscheidende Moment für den typischen Gulaschgeschmack. Nimm den Topf kurz vom Herd und rühre das Paprikapulver und den Kümmel unter.
Paprika verbrennt leicht und wird dann bitter. Deshalb ist es wichtig, die Hitze zu reduzieren. Gib auch das Tomatenmark dazu und vermische alles gut.
6. Mit Brühe ablöschen
Gieße die Rinderbrühe in den Topf und rühre kräftig um. Löse dabei alle Röststoffe vom Topfboden – hier steckt jede Menge Geschmack!
Gib das angebratene Fleisch zurück in den Topf. Füge den gehackten Knoblauch hinzu.
7. Schmoren lassen
Bringe alles zum Kochen und reduziere dann die Hitze auf niedrige Stufe. Lass das Gulasch mit geschlossenem Deckel etwa 1,5 bis 2 Stunden köcheln.
Je länger es schmort, desto zarter wird das Fleisch. Rühre gelegentlich um und gib bei Bedarf etwas Brühe nach. Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8. Sauce verfeinern
Wenn das Fleisch butterzart ist, prüfe die Konsistenz der Sauce. Ist sie zu dünn, lass das Gulasch ohne Deckel noch etwas einkochen.
Für eine noch sämigere Sauce kannst du einen Esslöffel Mehl mit etwas kaltem Wasser anrühren und unterrühren. Kurz aufkochen lassen – fertig!
Tipps für Variationen oder Beilagen
Klassische Beilagen:
Spätzle, Bandnudeln oder frisches Bauernbrot sind die perfekten Begleiter. Sie saugen die köstliche Sauce wunderbar auf.
Kartoffelvarianten:
Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Semmelknödel passen ebenfalls hervorragend. Für Low-Carb-Fans: Blumenkohlpüree ist eine tolle Alternative.
Gulasch-Variationen:
Du kannst statt Rindfleisch auch Schweinegulasch oder eine Mischung aus beiden verwenden. Schwein wird schneller zart und braucht nur etwa eine Stunde Schmorzeit.
Für mehr Schärfe:
Gib eine Messerspitze Cayennepfeffer oder etwas scharfes Paprikapulver dazu. Auch frische Chilischoten machen sich gut.
Gemüse-Boost:
Würfel von Paprikaschoten oder Karotten bereichern das Gericht und machen es noch gehaltvoller.
Serviervorschläge
Serviere das Gulasch dampfend heiß direkt aus dem Topf. Ein Klecks Sauerrahm oder Crème fraîche auf dem Teller sieht nicht nur schön aus, sondern rundet den Geschmack perfekt ab.
Streue frische Petersilie über das fertige Gericht – das bringt Farbe und Frische. Ein Stück knuspriges Brot zum Auftunken darf auf keinen Fall fehlen.
Für ein besonderes Dinner kannst du das Gulasch in vorgewärmten tiefen Tellern anrichten. Dazu ein Glas kräftigen Rotwein – Genuss pur!
FAQ
1. Kann ich Gulasch auch im Schnellkochtopf zubereiten?
Ja, das funktioniert wunderbar! Im Schnellkochtopf reduziert sich die Garzeit auf etwa 25-30 Minuten. So sparst du viel Zeit, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen.
2. Wie bewahre ich Gulasch am besten auf?
Im Kühlschrank hält sich Gulasch in einem luftdichten Behälter 3-4 Tage. Du kannst es auch einfrieren – dann ist es bis zu 3 Monate haltbar. Tatsächlich schmeckt Gulasch aufgewärmt sogar noch besser!
3. Warum wird mein Fleisch zäh?
Wahrscheinlich war die Schmorzeit zu kurz oder die Hitze zu hoch. Gulaschfleisch braucht Zeit bei niedriger Temperatur, damit das Kollagen im Fleisch schmilzt und es zart wird. Geduld zahlt sich hier aus!
4. Kann ich Gulasch ohne Alkohol zubereiten?
Dieses Rezept kommt bereits komplett ohne Alkohol aus. Manche Rezepte verwenden Rotwein – du kannst ihn einfach durch mehr Brühe oder etwas Traubensaft ersetzen.
5. Welches Fleisch eignet sich am besten für Gulasch?
Rindergulasch aus der Schulter, Wade oder dem Nacken ist ideal. Diese Stücke haben genug Fett und Bindegewebe, um beim langen Schmoren schön saftig und zart zu werden.
