Klassischer Kartoffeleintopf – Wärmendes Soulfood in nur 30 Minuten
Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, gibt es kaum etwas Besseres als einen dampfenden Teller Kartoffeleintopf. Dieses Gericht ist echte Hausmannskost, die satt und glücklich macht. Das Beste daran? Du brauchst nur wenige Zutaten und der Eintopf steht in einer halben Stunde auf dem Tisch.
Perfekt für stressige Wochentage, wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem richtig lecker sein soll. Der Kartoffeleintopf ist ein absoluter Klassiker der deutschen Küche. Er ist günstig, nahrhaft und lässt sich wunderbar vorbereiten. Außerdem schmeckt er aufgewärmt am nächsten Tag sogar noch besser!
Nährwerte
Die folgenden Nährwerte beziehen sich auf 100 g des fertigen Kartoffeleintopfs:
- Kalorien: 78 kcal
- Eiweiß: 4,2 g
- Kohlenhydrate: 9,8 g
- Fett: 2,4 g
Der Kartoffeleintopf ist damit ein relativ kalorienarmes Gericht. Durch die Kartoffeln liefert er komplexe Kohlenhydrate, die lange sättigen. Die Würstchen sorgen für eine gute Portion Eiweiß.
Zutaten
Für 4 Portionen benötigst du:
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 2 Möhren (ca. 200 g)
- 1 Stange Lauch
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 4 Wiener Würstchen (oder Bockwurst)
- 2 EL Butter
- 1 TL getrockneter Majoran
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Frische Petersilie zum Garnieren
Schritt-für-Schritt Anleitung

1. Gemüse vorbereiten
Zunächst schälst du die Kartoffeln und schneidest sie in mundgerechte Würfel von etwa 2 cm Größe. Die Möhren werden ebenfalls geschält und in Scheiben geschnitten.
Den Lauch putzt du gründlich, denn zwischen den Schichten versteckt sich oft Sand. Schneide ihn anschließend in feine Ringe. Verwende sowohl den weißen als auch den hellgrünen Teil.
2. Gemüse anschwitzen
Erhitze die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib den Lauch hinzu und dünste ihn für etwa 2-3 Minuten an, bis er leicht glasig wird.
Das Anschwitzen in Butter verleiht dem Eintopf später einen wunderbar runden Geschmack. Achte darauf, dass der Lauch nicht braun wird, sondern nur sanft gart.
3. Kartoffeln und Möhren hinzufügen
Jetzt kommen die Kartoffelwürfel und Möhrenscheiben in den Topf. Rühre alles gut um, damit das Gemüse von der Butter umhüllt wird.
Lass das Gemüse für etwa 2 Minuten mitdünsten. Dadurch nehmen Kartoffeln und Möhren die Aromen besser auf und der Eintopf wird geschmackvoller.
4. Mit Brühe aufgießen
Gieße nun die Gemüsebrühe in den Topf. Die Flüssigkeit sollte das Gemüse vollständig bedecken. Falls nötig, kannst du noch etwas Wasser hinzufügen.
Würze den Eintopf mit dem Majoran, etwas Salz und Pfeffer. Bringe alles zum Kochen und reduziere dann die Hitze auf mittlere Stufe.
5. Köcheln lassen
Lass den Eintopf nun für etwa 15-20 Minuten zugedeckt köcheln. Die Kartoffeln sollten weich sein, aber nicht zerfallen.
Du kannst die Garzeit mit einer Gabel testen. Wenn die Kartoffeln leicht nachgeben, aber noch ihre Form behalten, ist der perfekte Zeitpunkt erreicht.
6. Würstchen hinzufügen
Schneide die Wiener Würstchen in mundgerechte Scheiben und gib sie in den Eintopf. Lass sie für weitere 5 Minuten mitziehen, damit sie sich erwärmen.
Wichtig: Die Würstchen sollten nicht zu lange kochen, da sie sonst aufplatzen können. Niedrige Hitze ist hier der Schlüssel.
7. Abschmecken und servieren
Probiere den Eintopf und schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab. Manche mögen ihn etwas kräftiger gewürzt, andere bevorzugen eine mildere Variante.
Hacke die frische Petersilie grob und hebe einen Teil unter den Eintopf. Den Rest verwendest du später zum Garnieren.
Tipps für Variationen oder Beilagen
Vegetarische Version: Lass die Würstchen einfach weg oder ersetze sie durch Räuchertofu. Der rauchige Geschmack passt hervorragend zum Eintopf.
Mit Speck: Für noch mehr Geschmack kannst du zu Beginn Speckwürfel auslassen und das Gemüse darin anschwitzen.
Cremige Variante: Rühre kurz vor dem Servieren 2-3 EL Schmand oder Crème fraîche unter. Das macht den Eintopf herrlich cremig.
Weitere Gemüsesorten: Sellerie, Pastinaken oder Erbsen passen ebenfalls wunderbar in den Eintopf und machen ihn noch nahrhafter.
Als Beilage empfehle ich frisches Bauernbrot oder knuspriges Baguette. Damit kannst du den leckeren Sud bis zum letzten Tropfen auftunken.
Serviervorschläge
Serviere den Kartoffeleintopf am besten in tiefen Tellern oder rustikalen Suppenschalen. Bestreue jede Portion großzügig mit frischer Petersilie.
Ein Klecks Senf auf dem Tellerrand ist die perfekte Ergänzung. Er gibt dem Eintopf eine angenehme Schärfe und rundet den Geschmack ab.
Dazu passt ein Stück frisches Brot oder eine dicke Scheibe getoastetes Sauerteigbrot mit Butter. Für ein komplettes Mahl kannst du noch einen knackigen grünen Salat dazu reichen.
Im Winter schmeckt auch ein Glas Apfelschorle oder ein herbes Bier hervorragend zum Kartoffeleintopf. Für gemütliche Abende ist der Eintopf übrigens auch aus der Thermoskanne beim Winterspaziergang ein Genuss!
FAQ
1. Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten für den Eintopf?
Festkochende Kartoffeln sind ideal, da sie beim Kochen ihre Form behalten. Mehligkochende Sorten zerfallen schneller und machen den Eintopf sämiger, was aber auch gewünscht sein kann. Probiere einfach aus, welche Konsistenz dir besser gefällt.
2. Kann ich den Kartoffeleintopf einfrieren?
Ja, der Eintopf lässt sich problemlos einfrieren. Die Kartoffeln können beim Auftauen allerdings etwas weicher werden. Am besten frierst du den Eintopf ohne Würstchen ein und gibst diese erst beim Aufwärmen frisch hinzu.
3. Wie lange hält sich der Eintopf im Kühlschrank?
Im Kühlschrank bleibt der Kartoffeleintopf 3-4 Tage frisch. Bewahre ihn in einem verschlossenen Behälter auf. Beim Aufwärmen eventuell etwas Brühe hinzufügen, da die Kartoffeln Flüssigkeit aufnehmen.
4. Kann ich statt Wiener Würstchen auch andere Wurst verwenden?
Absolut! Bockwurst, Cabanossi, Mettenden oder Kasseler sind tolle Alternativen. Auch gebratene Bratwurst in Scheiben schmeckt fantastisch. Je nach Wurstsorte verändert sich der Charakter des Eintopfs.
5. Warum sind meine Kartoffeln beim Kochen zerfallen?
Vermutlich hast du mehligkochende Kartoffeln verwendet oder sie zu lange gekocht. Achte auf festkochende Sorten und teste die Kartoffeln regelmäßig mit einer Gabel. Sobald sie weich sind, reduziere die Hitze deutlich.
