Linzer Torte – Das älteste Tortenrezept der Welt zum Nachbacken
Die Linzer Torte ist ein echtes Stück österreichischer Backtradition. Sie gilt als das älteste bekannte Tortenrezept der Welt und begeistert seit Jahrhunderten mit ihrem charakteristischen Nussteig und der fruchtigen Ribisel-Füllung. Das Besondere an diesem Klassiker? Der mürbe Teig mit gemahlenen Nüssen und die feine Gewürznote machen jedes Stück zu einem Genuss.
Dazu kommt das typische Gittermuster, das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch praktisch ist. Du wirst überrascht sein, wie einfach die Zubereitung ist. Mit wenigen Handgriffen zauberst du eine Torte, die aussieht wie vom Konditor. Perfekt für Kaffeekränzchen, Feiertage oder einfach zum Sonntagskaffee.
Nährwerte
Die Nährwerte beziehen sich auf 100 g Linzer Torte:
| Nährwert | pro 100 g |
|———-|———–|
| Kalorien | 425 kcal |
| Eiweiß | 6,5 g |
| Kohlenhydrate | 48 g |
| Fett | 23 g |
Zutaten
Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser benötigst du:
- 250 g Mehl
- 200 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln)
- 200 g Butter (zimmerwarm)
- 150 g Zucker
- 2 Eigelb
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Nelkenpulver
- Abrieb einer halben Zitrone
- 300 g Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee)
- 1 Eigelb zum Bestreichen
Schritt-für-Schritt Anleitung

1. Trockene Zutaten vermischen
Gib das Mehl in eine große Schüssel. Füge die gemahlenen Haselnüsse, den Zucker, den Zimt und das Nelkenpulver hinzu.
Vermische alles kurz mit einem Löffel oder Schneebesen. So verteilen sich die Gewürze gleichmäßig im Teig und du bekommst später ein harmonisches Aroma.
2. Butter und Eigelb einarbeiten
Schneide die zimmerwarme Butter in kleine Würfel und gib sie zur Mehlmischung. Füge die beiden Eigelbe und den Zitronenabrieb hinzu.
Verknete alles zügig zu einem geschmeidigen Teig. Arbeite nicht zu lange, sonst wird der Teig später zäh statt mürbe. Sobald sich alles verbunden hat, formst du eine Kugel.
3. Teig kühlen lassen
Wickle den Teig in Frischhaltefolie ein. Lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
Das Kühlen ist wichtig, damit die Butter wieder fest wird. So lässt sich der Teig viel besser ausrollen und verarbeiten. Du kannst den Teig auch am Vortag zubereiten.
4. Ofen vorheizen und Form vorbereiten
Heize deinen Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette die Springform mit etwas Butter ein und bestäube sie leicht mit Mehl.
Alternativ kannst du die Form auch mit Backpapier auslegen. Das erleichtert später das Herauslösen der fertigen Torte.
5. Tortenboden formen
Nimm etwa zwei Drittel des Teigs und drücke ihn gleichmäßig in die Form. Der Boden sollte etwa 5 mm dick sein.
Ziehe den Teig am Rand etwa 3 cm hoch. Drücke ihn dort gut an, damit später keine Lücken entstehen. Falls der Teig zu weich ist, stelle die Form kurz kalt.
6. Marmelade verteilen
Rühre die Ribiselmarmelade kurz glatt, falls sie zu fest ist. Verteile sie gleichmäßig auf dem Tortenboden.
Lass dabei etwa 1 cm Rand frei. Die Marmelade sollte nicht zu dünn aufgetragen werden, denn sie ist das Herzstück der Linzer Torte.
7. Gittermuster auflegen
Rolle den restlichen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus. Schneide ihn mit einem Messer oder Teigrädchen in etwa 1 cm breite Streifen.
Lege die Streifen gitterförmig über die Marmelade. Drücke die Enden am Rand leicht fest. Das klassische Rautenmuster entsteht, wenn du die Streifen diagonal legst.
8. Torte bestreichen und backen
Verquirle das übrige Eigelb mit einem Esslöffel Wasser. Bestreiche das Gitter und den Rand damit vorsichtig.
Backe die Linzer Torte etwa 45-50 Minuten, bis sie goldbraun ist. Lass sie nach dem Backen mindestens 15 Minuten in der Form abkühlen, bevor du sie herauslöst.
Tipps für Variationen oder Beilagen
Du kannst die Haselnüsse durch gemahlene Mandeln oder Walnüsse ersetzen. Jede Nusssorte gibt der Torte einen eigenen Charakter.
Statt Ribiselmarmelade funktioniert auch Himbeer- oder Aprikosenmarmelade hervorragend. Achte darauf, dass die Marmelade nicht zu flüssig ist.
Für eine herbstliche Variante kannst du etwas Lebkuchengewürz statt Zimt und Nelken verwenden. Das passt besonders gut in die Adventszeit.
Wer es fruchtiger mag, streut vor dem Backen frische Himbeeren auf die Marmelade. Sie versinken leicht im Teig und sorgen für saftige Überraschungen.
Serviervorschläge
Die Linzer Torte schmeckt am besten, wenn sie einen Tag durchgezogen ist. Dann haben sich die Aromen perfekt verbunden.
Serviere sie leicht gekühlt oder bei Zimmertemperatur. Ein Häubchen geschlagene Sahne dazu macht den Genuss komplett.
Besonders hübsch wirkt die Torte, wenn du sie vor dem Servieren mit Puderzucker bestäubst. Dafür legst du am besten eine Schablone auf das Gittermuster.
Zum Kaffee oder Tee ist die Linzer Torte ein absoluter Klassiker. Sie passt aber auch wunderbar zu einem Glas Dessertwerk am Abend.
FAQ
1. Warum wird mein Teig bröselig und lässt sich nicht verarbeiten?
Der Teig ist wahrscheinlich zu kalt oder zu trocken. Lass ihn einige Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Falls er immer noch bröselt, knete einen Teelöffel kaltes Wasser unter.
2. Kann ich die Linzer Torte auch ohne Nüsse backen?
Grundsätzlich ja, aber die Nüsse sind typisch für den Geschmack. Du kannst sie durch die gleiche Menge feines Mehl ersetzen. Allerdings wird die Torte dann weniger aromatisch und die Konsistenz verändert sich.
3. Wie lange hält sich die Linzer Torte?
In einer luftdichten Dose hält sie sich bei Zimmertemperatur etwa eine Woche. Im Kühlschrank sogar bis zu zwei Wochen. Die Torte wird mit der Zeit sogar noch saftiger und aromatischer.
4. Kann ich die Torte einfrieren?
Ja, die Linzer Torte lässt sich hervorragend einfrieren. Wickle sie gut in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. So hält sie sich bis zu drei Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank lagern.
5. Warum ist meine Marmelade beim Backen ausgelaufen?
Vermutlich war die Marmelade zu flüssig oder du hast sie zu nah am Rand aufgetragen. Koche dünnere Marmelade vorher kurz auf und lass sie abkühlen. Beim nächsten Mal unbedingt den Rand frei lassen.
