Klassische Rinderrouladen – Herzhaft, saftig und einfach gemacht
Rinderrouladen sind der Inbegriff deutscher Hausmannskost und schmecken einfach immer. Zartes Rindfleisch, würziger Senf, knackiger Speck und eine herrlich sämige Sauce – diese Kombination macht süchtig. Viele denken, Rinderrouladen seien kompliziert, aber das stimmt nicht. Mit diesem Rezept gelingen dir die Rouladen garantiert und du brauchst nur wenige Zutaten.
Perfekt für ein gemütliches Sonntagsessen oder wenn du deine Liebsten beeindrucken möchtest. Die Zubereitung ist unkomplizierter als gedacht. Du wickelst einfach die Füllung ins Fleisch, brätst alles scharf an und lässt die Rouladen dann schmoren. Das Ergebnis: butterzartes Fleisch in einer köstlichen Sauce.
Nährwerte
Pro 100 g:
- Kalorien: 245 kcal
- Eiweiß: 22 g
- Kohlenhydrate: 3 g
- Fett: 16 g
Zutaten
Für 4 Portionen:
- 4 Rinderrouladen (je ca. 150 g, dünn geschnitten)
- 4 EL mittelscharfer Senf
- 8 Scheiben Frühstücksspeck
- 2 große Zwiebeln
- 2 Gewürzgurken
- 400 ml Rinderbrühe
- 3 EL Öl
- Salz und Pfeffer
- 2 EL Mehl (optional für die Sauce)
Schritt-für-Schritt Anleitung

1. Fleisch vorbereiten
Lege die Rinderrouladen flach auf die Arbeitsfläche und klopfe sie bei Bedarf etwas dünner. Würze das Fleisch von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer. Bestreiche jede Roulade großzügig mit etwa einem Esslöffel Senf.
2. Füllung vorbereiten
Schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Ringe. Schneide die Gewürzgurken in lange, dünne Streifen. Diese Zutaten bilden zusammen mit dem Speck die klassische Füllung, die den Rouladen ihren unverwechselbaren Geschmack gibt.
3. Rouladen befüllen
Lege auf jede Roulade zwei Scheiben Speck, verteile darauf einige Zwiebelringe und einen Gurkenstreifen. Achte darauf, dass du die Zutaten nicht zu nah am Rand platzierst. So läuft beim Rollen nichts heraus und die Füllung bleibt schön kompakt.
4. Rouladen aufrollen und fixieren
Rolle die Rouladen von der schmalen Seite her fest auf. Fixiere sie mit Rouladennadeln oder Küchengarn, damit sie beim Braten nicht aufgehen. Je fester du rollst, desto besser halten die Rouladen zusammen.
5. Rouladen scharf anbraten
Erhitze das Öl in einem großen Bräter oder einer tiefen Pfanne. Brate die Rouladen von allen Seiten bei mittlerer bis hoher Hitze scharf an, bis sie rundherum eine schöne braune Kruste haben.
Das dauert etwa 8-10 Minuten und sorgt für die intensiven Röstaromen.
6. Schmoren und Sauce zubereiten
Gieße die Rinderbrühe an und lass die Rouladen bei geschlossenem Deckel etwa 60-75 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren. Wende sie gelegentlich und gib bei Bedarf etwas Wasser nach. Die Rouladen sind fertig, wenn das Fleisch schön zart ist.
7. Sauce verfeinern
Nimm die fertigen Rouladen aus dem Bräter und halte sie warm. Für eine dickere Sauce kannst du zwei Esslöffel Mehl in etwas kaltem Wasser anrühren und unter Rühren in die köchelnde Flüssigkeit einarbeiten.
Schmecke die Sauce mit Salz und Pfeffer ab.
Tipps für Variationen oder Beilagen
Die klassischen Beilagen zu Rinderrouladen sind Rotkohl und Kartoffelklöße. Aber auch Kartoffelpüree, Spätzle oder Salzkartoffeln passen hervorragend dazu.
Du kannst die Füllung nach Belieben variieren. Probiere mal Champignons, Paprikastreifen oder frische Kräuter aus. Für eine mediterrane Note kannst du getrocknete Tomaten und Oliven verwenden.
Wenn du keine Gewürzgurken magst, ersetze sie durch Möhrenstreifen. Das gibt der Füllung eine leichte Süße und sorgt für eine schöne Farbe.
Die Sauce kannst du mit einem Schuss Rotwein oder Sahne verfeinern. Das gibt ihr eine besondere Note und macht sie noch cremiger.
Serviervorschläge
Richte die Rouladen auf vorgewärmten Tellern an und gib großzügig Sauce darüber. Die klassische Kombination mit Rotkohl und Klößen ist unschlagbar und sieht auch optisch toll aus.
Garniere die Teller mit frischer Petersilie für einen Farbtupfer. Das Auge isst schließlich mit und ein bisschen Grün macht das Gericht noch appetitlicher.
Serviere die Rouladen als Hauptgang beim Sonntagsessen. Dazu passt ein kräftiger Rotwein oder ein kühles Bier. Dieses Gericht ist Soulfood pur und macht alle glücklich.
FAQ
1. Kann ich die Rouladen vorbereiten?
Ja, du kannst die Rouladen bereits am Vortag füllen und rollen. Bewahre sie dann gut abgedeckt im Kühlschrank auf und brate sie am nächsten Tag an. So sparst du Zeit und der Geschmack wird sogar noch intensiver.
2. Werden die Rouladen auch ohne Schmoren zart?
Nein, die lange Schmorzeit ist wichtig für die Zartheit des Fleisches. Durch das langsame Garen bei niedriger Temperatur wird das Bindegewebe schön weich. Plane also mindestens eine Stunde Garzeit ein.
3. Kann ich die Rouladen einfrieren?
Absolut! Rinderrouladen lassen sich hervorragend einfrieren, sowohl roh als auch gegart. Im Gefrierbeutel halten sie sich etwa drei Monate. Zum Auftauen legst du sie am besten über Nacht in den Kühlschrank.
4. Was mache ich, wenn die Sauce zu dünn ist?
Rühre einfach etwas Mehl in kaltem Wasser an und gib es unter Rühren zur kochenden Sauce. Alternativ kannst du die Sauce ohne Deckel einkochen lassen. Eine dritte Möglichkeit ist die Zugabe von etwas Sahne oder Crème fraîche.
5. Welches Fleischstück eignet sich am besten?
Am besten eignet sich Rinderhüfte oder Oberschale, dünn aufgeschnitten. Diese Fleischstücke sind mager, haben wenig Bindegewebe und werden beim Schmoren schön zart. Frage am besten deinen Metzger nach fertig geschnittenen Rouladen.
